IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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24.03.2019, 05:03 Uhr

Metallindustrie: Tarifrunde 2018

„Die Tarifverhandlungen gehen in die entscheidende Phase!“

  • 24.01.2018
  • Aktuelles, Pressemitteilungen, Bildergalerie, Betriebe / Branchen

Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie kommt in seine entscheidende Phase. Am Mittwochvormittag befanden sich knapp 600 Metallerinnen und Metaller in Hameln im Warnstreik. Der Warnstreik war der letzte Warnstreik in der Region, vor dem Beginn der vierten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg. Die dortigen Verhandlungen könnten Pilotcharakter für die insgesamt gut 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche bundesweit bekommen.

Die Warnstreikenden auf dem Weg zur Kundgebung.

Alfeld-Hameln-Hildesheim – „Die Arbeitnehmer erwirtschaften die Gewinne der Unternehmen“, stellt Uwe Mebs, der erste Bevollmächtigte, klar. „Deshalb sind unsere Forderungen von 6 Prozent mehr Entgelt und eine Verkürzung der Arbeitszeit angemessen.“

Carsten Maaß, IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, verurteilte das sogenannte ″Angebot″ der Arbeitgeberseite und deren Verhandlungsweise scharf. Dafür erhielt er lautstarken Beifall von den Teilnehmern am Warnstreik. An dem Warnstreik nahmen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der Aerzener Maschinenfabrik, Atos, Emmerthaler Apparatebau, Lenze Gruppe, Nordeon, Phoenix Contact Electronics, Stiebel Eltron und Volvo teil.

Thorsten Beckmann, Vertrauensmann der IG Metall in der Aerzener Maschinenfabrik, begründete die Tarifforderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 mit einem Entgeltausgleich in bestimmten Fällen an Beispielen aus dem Alltag. Klaus Hedwig, Betriebsratsvorsitzender bei Phoenix Contact Electronics in Bad Pyrmont, stellte noch einmal klar, dass die geforderte Erhöhung der Entgelte in Höhe von sechs Prozent, vor der dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen in der Tat angemessen sei.

Die beiden Jugend- und Auszubildendenvertreter Julia Koch, Phoenix Contact Electronics und Alexander Stillich, Lenze Drive, warben für die bezahlte Freistellung von Auszubildenden vor Prüfungstagen. Sie begründeten dies mit den gestiegenen Anforderungen in der Berufsausbildung.

„Wir sind gespannt, ob sich die Arbeitgeber in Baden-Württemberg zum Auftakt der vierten Verhandlungsrunde bewegen werden“, so Uwe Mebs. „Geschieht dies nicht, werden wir demnächst mit 24-Stunden-Warnstreiks nachlegen müssen, um die Arbeitgeber zu konstruktiven Tarifverhandlungen zu bewegen."

metallinfo Warnstreik in Hameln am 24.01.2018


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