IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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18.01.2019, 16:01 Uhr

Pressemitteilung

Die Haustarifverhandlungen bei Weinig Grecon gehen in die dritte Verhandlungsrunde: „Die Beschäftigten erwarten endlich ein seriöses Angebot der Arbeitgeberseite!“

  • 04.09.2018
  • Aktuelles, Pressemitteilungen, Betriebe / Branchen

Die IG Metall kündigte den Lohn- und Gehaltstarifvertrag bei Weinig Grecon fristgerecht zum 30. Juni. Sie fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 6 Prozent. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Im Juli hatten zwei Tarifverhandlungen stattgefunden. Sie endeten ohne Annäherung der Positionen, weil die Arbeitgeberseite einen inakzeptablen Einkommensverzicht der Beschäftigten fordert.

Alfeld-Hameln-Hildesheim – „Unsere Forderung nach einer Erhöhung der Einkommen um 6 Prozent ist vor dem Hintergrund der zu erwartenden positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens berechtigt, so Wilfried Hartmann, der Verhandlungsführer der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Die Gegenforderung des Arbeitgebers stößt bei den Arbeitnehmern auf großes Unverständnis.“

In der ersten Verhandlung am 3. Juli wollte der Arbeitgeber durchsetzen, dass die Beschäftigten sechs Stunden je Woche unbezahlt arbeiten und eine Nullrunde für die nächsten zwei Jahre akzeptieren. Deshalb unterbrach die IG Metall zunächst die Tarifverhandlungen ohne einen weiteren Termin mit der Arbeitgeberseite zu vereinbaren.

„In der zweiten Verhandlungsrunde am 9. Juli präsentierte der Arbeitgeber gewissermaßen ein „wertgleiches“ Verzichtspaket.“ so Mike Wasner, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim“. Statt der sechs Stunden unbezahlter Arbeit je Woche fordert der Arbeitgeber jetzt eine Nullrunde für eine Jahr. Danach solle das Einkommen am 1. Juli 2019 für neun Monate um 1,2 Prozent angehoben werden. In einer zweiten Stufe solle das Einkommen ab dem 1. Juli 2020 wiederum um 1,2 Prozent angehoben werden. Darüber hinaus soll das zusätzliche Urlaubsgeld auf dem heutigen Stand eingefroren werden.

Des Weiteren soll die tarifliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) durch Neuberechnung gekürzt werden. Auch dieser Tarifvertrag befindet sich im ungekündigten Zustand. Zudem soll sich der Betriebsrat verpflichten, eine Betriebsvereinbarung abzuschließen, damit künftig übertarifliche Zulagen individuell abgebaut werden können.

„Wir werden diesen Katalog der Kürzung von Einkommen nicht unterschreiben“, bringt Wilfried Hartmann das Ansinnen der Arbeitgeberseite auf den Punkt. „Die Arbeitnehmer leisteten in den vergangenen Jahren notgedrungen im Rahmen von Sondertarifverträgen einen hohen finanziellen Beitrag zur Konsolidierung des Unternehmens.“

Bereits die beiden ersten Verhandlungsrunden waren begleitet von Informationsrunden der betrieblichen Tarifkommission sowie von zwei außerordentlichen Betriebsversammlungen. Da ein Abrücken der Arbeitgeberseite von den Lohnverzichtsforderungen bisher nicht absehbar ist, ruft die IG Metall die Beschäftigten von Weinig Grecon heute zu einem Warnstreik auf.


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