IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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27.09.2022, 23:09 Uhr

Tarifbindung

Warnstreik bei Efaflex Tortechnik GmbH in Harsum

  • 21.09.2022
  • Aktuelles, Vertrauensleute, Betriebe / Branchen

Die IG Metall ruft die Kolleginnen und Kollegen der Normalschicht bei Efaflex Tortechnik GmbH am Donnerstag in der Zeit von 07.00 Uhr bis 08.00 Uhr zu einem Warnstreik auf. Die Beschäftigten fordern einen Anerkennungstarifvertrag, der die Tarifbindung an die Tarifverträge der niedersächsischen Metallindustrie herstellt.

Die Beschäftigten bei einer Mitgliederinformation im Mai 2022. Foto: Privat.

Alfeld-Hameln-Hildesheim – Am Donnerstag ruhte bei Efaflex Tortechnik GmbH in Harsum die Arbeit für eine Stunde. Mit einem Warnstreik, an dem sich die Normalschicht beteiligt hatte, untermauerten sie ihre Tarifforderung. Ziel ist es, die Tarifbindung an die Tarifverträge für die Beschäftigten in der niedersächsischen Metallindustrie mittels eines Anerkennungstarifvertrages herzustellen.

„Die Beschäftigten wollen endlich ein faires Entgelt analog der Einkommen aus dem Flächentarifvertrag erreichen“, verweist Sabine Glawe, die Verhandlungsführerin der IG Metall. „Zugleich soll auch die 35-Stunden-Woche eingeführt werden.“ Derzeit gilt die 37 Stunden-Woche. Die Einkommen liegen weit unter den Tarifentgelten und die gleichen Tätigkeiten werden sehr unterschiedlich bezahlt. Mit der Tarifbindung sollen auch tarifliche Sonderzahlungen wie zum Beispiel das zusätzliche Urlaubs- und Weihnachtsgeld eingeführt werden.
 
„Dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen bei Efaflex für tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen gebührt Respekt“, hebt Karoline Kleinschmidt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, hervor. „Die Tarifbindung ist ein wirksames Instrument der Fachkräftesicherung und damit ein Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens.“

Seit November letzten Jahres fanden bereits zahlreiche Tarifgespräche mit der Niederlassungsleitung statt. Die Tarifforderung war der Arbeitgeberseite im Februar 2022 überreicht worden. Nach mehreren Verhandlungen kam man sich im Mai inhaltlich näher und hat von Mai bis Juli über die Details gesprochen.

„Bei der letzten Tarifverhandlung waren dann alle Gesprächsstände obsolet. Durch die Arbeitgeberseite wurde ein „Angebot“ unterbreitet, dass für dieses und nächstes Jahr keine Tariferhöhung vorsieht und in 2024 vielleicht eine Erhöhung - je nach wirtschaftlicher Lage“, so Sabine Glawe. „Diese Haltung der Arbeitgeberseite hat bei den Beschäftigten sehr großes Unverständnis ausgelöst.“ Die IG Metall fordert den Arbeitgeber auf, in ernsthafte Verhandlungen über den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages zu treten.

Hinweis
Ansprechpartnerin: Sabine Glawe, Mobil: 0171 - 91499 12.


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