IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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05.12.2020, 06:12 Uhr

Metallindustrie Tarifrunde 2020/21

Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie beschließt Forderungen für die nächste Tarifrunde

  • 19.11.2020
  • Aktuelles, Betriebe / Branchen, Vertrauensleute, Jugend

Die Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen hat am Dienstag ihre Forderungen für die kommende Tarifrunde beschlossen.

Tarifrunde 2021: Zukunft sichern!

Die Forderungen, über die für alle Tarifgebiete abschließend der Vorstand der IG Metall noch im November entscheidet, umfassen für die ME-Industrie folgende Punkte:

  • Eine Verbesserung der gekündigten Tarifregelungen zur Beschäftigungssicherung durch Modelle der Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich (z.B. Option auf 4-Tage-Woche)
  • Einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge
  • Ein Volumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zur Stärkung der Einkommen.
    Dieses Volumen könnte auch für Maßnahmen der Beschäftigungssicherung eingesetzt werden.

Darüber hinaus strebt die IG Metall eine Verbesserung der Ausbildung und der Übernahmeregelungen für Auszubildende und dual Studierende an.

In Sachsen-Anhalt will die IG Metall die Arbeitgeber auffordern, die Gespräche wiederaufzunehmen und endlich Anpassungsschritte bei der Arbeitszeit vorzunehmen, um 30 Jahre nach der Deutschen Einheit die weiterbestehende Schlechterstellung der Beschäftigten zu beseitigen.

Die IG Metall stützt sich bei ihren Forderungen auch auf eine jüngst abgeschlossene Beschäftigtenbefragung, an der bundesweit rund 250.000 Beschäftigte teilnahmen. Die Themen Beschäftigungssicherung durch Absenkung der Arbeitszeit, Zukunftsvereinbarungen und Entgelterhöhung fanden dabei große Zustimmung.

IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sagte dazu: „Die Mitglieder der Tarifkommissionen haben sich mit großer Geschlossenheit hinter die Forderungen gestellt. Die Beschäftigungssicherung hat einen sehr großen Stellenwert für unsere Kolleginnen und Kollegen. Das wird aber nicht durch Verzicht klappen, wie es die Arbeitgeber fordern. Wir kommen aus der Krise nur durch eine Stabilisierung des Konsums und die Bereitschaft der Arbeitgeber, in den Betrieben mit uns Vereinbarungen über künftige Produkte, Investitionen und die Sicherung der Beschäftigung zu treffen. Ebenso wichtig ist es uns, die Arbeitgeber auf konkrete Zusagen beim Thema Ausbildung und Übernahme zu verpflichten. Auch daran sieht man übrigens, dass bei uns die Generationen solidarisch sind und nicht die Jungen gegen die Alten kämpfen oder umgekehrt.“

Quelle: IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 17.11.2020


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