IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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13.12.2019, 16:12 Uhr

IG Metall

„Auskömmliche Renten müssen dauerhaft wieder zum zentralen Ziel des Sozialstaats werden!“

  • 31.05.2019
  • Aktuelles, Pressemitteilungen, Betriebe / Branchen

Die IG Metall führt ihre Kampagne für eine nachhaltige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung fort. Die Gewerkschaft setzt die Debatte mit eigenen Vorschlägen für eine gute Rente fort.

Die IG Metall setzt sich seit Jahren für eine gesetzliche Altersrente ein, die tatsächlich der beruflichen Lebensleistung der Arbeitnehmer entspricht und nicht direkt in die Altersarmut führt. Foto: IG Metall, 2017.

Alfeld-Hameln-Hildesheim – „Die gesellschafts- und gewerkschaftspolitisch hohe Relevanz des Themas „Zukunft der Alterssicherung“ ist weiter gegeben“, schildert Uwe Mebs, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, den Grund für das gewerkschaftliche Engagement. „Im Juni werden wir unter anderem in Gronau, Sarstedt, Hildesheim und Alfeld erneut den Dialog mit den Bürgern suchen.“

Seit Jahren setzt sich die IG Metall für einen Strukturwandel in der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Dabei stand im Zentrum der rentenpolitischen Forderungen ein Drei-Phasen-Konzept, mit dem die gesetzliche Rente perspektivisch wieder einen deutlich höheren Beitrag zur Sicherung eines angemessenen Lebensstandards nach dem Erwerbsleben leistet.

Zwar setzte die Regierung mit der Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent bis 2025 den ersten dieser drei Schritte nun um. „Doch dabei darf es nicht bleiben!“ positioniert sich Uwe Mebs. „Langfristig sind die Weichen nach wie vor falsch gestellt.“  Nach 2025 kann das Rentenniveau nach geltendem Recht weiter sinken. Gleichzeitig steigt die Regelaltersgrenze in Richtung 67 Jahre. Zusätzlich wird seitens der Wirtschaft und Politik die Debatte um eine noch weitere Anhebung des Renteneintrittsalters vehement geführt. Nach Gewerkschaftsangaben werde die Entwicklung unverändert durch den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt verschärft. Weder in der gesetzlichen Rentenversicherung noch mit einer betrieblichen Altersversorgung lassen sich mit Niedrigeinkommen und prekären Erwerbsbiografien ausreichende Anwartschaften aufbauen. Die Prekarisierung der Arbeit und weitere Leistungskürzungen durch das bestehende Rentenrecht führen in unserem einkommensabhängigen Alterssicherungssystem zu schwerwiegenden Versorgungsproblemen.

Laut Gewerkschaft kann die private Vorsorge die wachsende finanzielle Lücke auf Grund der skizzierten Entwicklung bei der gesetzlichen Rente nicht schließen.  „Deshalb brauchen wir einen umfassenden Kurswechsel in der Rentenpolitik“, stellt Uwe Mebs fest. „Auskömmliche Renten müssen dauerhaft wieder zum zentralen Ziel des Sozialstaats werden.“

 

Veranstaltungshinweise

Freitag, den 07.06 2019
Gronau, Ratskellerplatz
Beginn: 10:00 Uhr - Ende: 14:00 Uhr

Freitag, den 14.06.2019
 Sarstedt, Steinstraße
Beginn: 13:00 Uhr - Ende: 17:00 Uhr

Samstag, den 15.o6.2019,
 Hildesheim, Ecke Hoher Weg/Rathausstraße
Beginn: 10:00 Uhr - Ende: 14:00 Uh

Samstag, den 22.06.2019,
 Alfeld, Ecke Leinstraße/Sedanstraße/Markstraße
Beginn: 10:00 Uhr - Ende: 14:00 Uhr

Ansprechpartner
 Uwe Mebs, Tel.: 05151 – 9 36 68 – 0
 Mike Wasner, Mobil: 0160 – 5 33 00 60


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