IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
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26.04.2018, 03:04 Uhr

Internationaler Frauentag 2018

IG Metall setzt sich für Gleichstellung ein - 365 Tage im Jahr

  • 06.03.2018
  • Aktuelles

Alfeld-Hameln-Hildesheim – Anlässlich des Internationalen Frauentages 2018 hatte die IG Metall das Recht auf befristete Teilzeit und ein Rückkehrrecht in Vollzeit gefordert. „Die Ergebnisse unserer Betriebsrätebefragung 2017 machen den Bedarf deutlich: Beschäftigte in rund 70 Prozent der Betriebe unseres Organisationsbereiches reduzieren ihre Arbeitszeit wegen Kinderbetreuung. Deshalb sind flexible Regelungen notwendig, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten nach Phasen der Arbeitszeitreduzierung wieder problemlos bis zur Vollzeit aufstocken können“, fordert Sabine Glawe, Gewerkschaftssekretärin. „Die Daten zeigen, dass es sich dabei um kein Randphänomen weniger junger Beschäftigter handelt.“

Ein weiteres Hindernis für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben sei Wochenendarbeit. Die Befragung der IG Metall habe ergeben, dass in vier von fünf Betrieben gelegentlich am Wochenende gearbeitet werde.

Die Ergebnisse der aktuellen OECD Studie zeigen, dass staatliche Instrumente wie Elterngeld und Elternzeit die Partnerschaftlichkeit fördere. Allerdings sei die Erwerbsarbeitszeit von Frauen und Männern auch im 21. Jahrhundert sehr ungleich verteilt. Frauen arbeiteten überwiegend in Teilzeit und stemmten zusätzlich den Großteil der Hausarbeit. Auch deshalb setzen sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall in den Betrieben dafür ein, dass Teilzeit kein Nachteil für die Beschäftigten und ihre berufliche Entwicklung sei. Die Bekämpfung der Teilzeitfalle ist ein wichtiges Instrument zur Gleichstellung von Männern und Frauen“, sagte die Gewerkschafterin. Das gesetzlich garantierte Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit stehe im Koalitionsvertrag und müsse jetzt – ohne weitere Verzögerungen – gesetzlich umgesetzt werden.

„Für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie haben wir mit unserem Tarifabschluss in Sachen Rückkehrrecht und Vereinbarkeit von Familie und Beruf kräftig vorgelegt“, verweist Uwe Mebs, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, auf den tarifpolitischen Erfolg.

Die IG Metall hatte das Rückkehrrecht von verkürzter Arbeitszeit in Vollzeit in der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie zum Thema gemacht und mit dem Tarifabschluss durchgesetzt. Jetzt haben die Beschäftigten einen tariflichen Anspruch, ihre Arbeitszeit befristet bis maximal zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche abzusenken. „Damit ist der Tarifvertrag ein Meilenstein für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Uwe Mebs weiter. Künftig können Beschäftigte, die sich um Kinder kümmern oder Angehörige pflegen wollen, einen Teil ihres Entgelts in bis zu acht zusätzliche freie Tage umwandeln.

Rund um den internationalen Frauentag gibt es in den Betrieben der Geschäftsstelle zu den Themen Entgelttransparenzgesetz, Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterschiedliche Aktionen der IG Metall.  

 

Download Presseinformation 14/2018


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