IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim
http://www.igmetall-alfeld-hameln-hildesheim.de/aktuelles/meldung/der-betriebsrat-von-kannegiesser-ist-in-sachen-demographie-ganz-weit-vorne/
20.10.2017, 14:10 Uhr

Engagierte Betriebsratsarbeit öffnet Perspektiven für die Arbeitnehmer und das Unternehmen

Der Betriebsrat von Kannegiesser ist in Sachen Demographie ganz weit vorne

  • 18.09.2017
  • Aktuelles, Betriebe / Branchen

Bereits 2011 starteten die Betriebsräte von Kannegiesser in Sarstedt ihr Projekt „Demographie“ und haben viel erreicht.

Der Betriebsrat bei Kannegiesser in Sarstedt setzt sich erfolgreich mit den Herausforderungen des Demografischen Wandels auseinander.

„Besonders stolz sind wir auf unsere Betriebsvereinbarung „Altersbedingte Versetzungen“ im Drei-Schicht-Betrieb“, so Torsten Keller, Betriebsratsvorsitzender bei Kannegiesser. „Die Betriebsvereinbarung sichert 53 – Jährigen einen Anspruch auf einen alternativen Arbeitsplatz, wenn sie aus dem Drei-Schicht-Betrieb in ein anderes Arbeitszeitmodell wechseln möchten“

 

Außerdem enthält die Betriebsvereinbarung weitere wichtige Regelungen. So wird im Drei-Schicht-Betrieb die Pause bezahlt. Es gibt weiterhin die Möglichkeit von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln: Statt fünf Tage nur vier Tage die Woche zu arbeiten. Dienstreisezeiten werden von Kannegiesser voll bezahlt, auch wenn man mit der Bahn fährt oder Beifahrer ist. Bei den Benzinkosten für den Weg von der Arbeit zur Firma beteiligt sich Kannegiesser mit einem Tankgutschein in Höhe von 40 Euro monatlich.

 

Über den betriebsärztlichen Dienst können sich die Beschäftigten umfassend checken lassen und Maßnahmen über das sogenannte „Kannegiesser – Rezept“ wie zum Beispiel Massagen in Anspruch nehmen. Es gibt Tafeln mit Übungen, die Beschäftigte in den bewegten Pausen als bezahlten Ausgleich machen können.

 

„Auch die Ausbildung, beziehungsweise die beruflichen Wege nach der Ausbildung wurden ausgebaut“, erläutert Thomas Heisler, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Kannegiesser. „Hier ist nicht automatsch nach dem Bestehen der Abschlussprüfung das Ende der Ausbildungsmöglichkeiten erreicht. Azubis können zum Beispiel zunächst Industriemechaniker in Sarstedt lernen und haben dann die Möglichkeit in drei Jahren den „Elektriker“ am Hauptsitz in Vlotho draufzusetzen. Kannegiesser beteiligt sich an den Kosten. Weiterhin haben die jungen Gesellen und Gesellinnen die Möglichkeit Auslandserfahrung zu sammeln. Sie bekommen von Kannegiesser Kontakte und die Chance in Ländern, wie zum Beispiel Neuseeland, zu arbeiten.<s> </s>

 

Torsten Keller: „Wir haben viele Ideen und bleiben dran, nur so können wir „Gute Arbeit“ für die Beschäftigten mitgestalten“. Mit dem Dreiklang Qualifizierung, Gesundheitsförderung und Arbeitszeitmodelle für ältere Beschäftigte machen die Kolleginnen und Kollegen gute Erfahrungen. „Das in die Hand genommene Geld betrachte ich als Investition in die Mitarbeiter und damit auch in die Zukunft des Unternehmens“, stellt die Gewerkschaftssekretärin Sabine Glawe fest.


Drucken Drucken